Wickeltisch, Kommode und Aufbewahrungs-Divider

Da mein Bruder in freudiger Erwartung ist bat, er mich für ihn eine Wickeltisch-Kommoden Kombination zu bauen, die seinen Anforderungen entspricht.

Problematik ist, das der Platz über der Waschmaschine genutzt werden soll, also verschalen wir diese, zusätzlich wird Stauraum benötigt. Allerdings befindet sich eine große Wartungsklappe in der Wand, die zugänglich bleiben muss. Daher eine Kommode auf fixierbaren Rollen und ein aufgesetzter Divider, den man nach belieben anpassen kann.

Also alles ausmessen lassen und eine Sketup Zeichnung erstellt.

Anhand des Sketup Modells konnte ich einen Schnittplan erstellen, um das benötigte Material, in diesem Fall Fichte 3-Schichtplatte, zu berechnen.

Nach einigem hin und her mit meinem örtlichen Baumarkt, konnte ich diese bestellen, abholen und mit der Tauchsäge mit Übermaß zurecht schneiden um Sie auf der TKS auf Maß zu bringen.

Los ging es mit der Wickelauflage und dem dazugehörigen „Schrank“.

Da alles sehr genau gemessen wurde und wenig Spielraum war, reichte der Platz nicht für Topfscharniere. Daher habe ich ganz einfache Scharniere verwendet, die schwarz lackiert wurde und bündig in die Fläche eingelassen wurden.

Die Tür sitzt dadurch zur Hälfte im Schrank. Daher hab ich einen Falz in die Tür eingelassen damit Sie bündig schließt.

Danach ging es an den Korpus der Kommode. Die Rückwand habe ich aus Gewichts- und Kostengründe aus 3mm MDF gefertigt.

Da ich mit „einfachen“ Schubladenauszügen geplant habe, müssen die Maße der Schubladen geradezu perfekt sein, damit die Auszüge nicht zu viel oder zu wenig Spiel haben (genau 12,7mm pro Auszug). Daher habe ich die noch mit Übermaß zugeschnittenen Schubladenteil einzeln in den Korpus gepasst. Das war auch mein erster Versuch, hat aber erstaunlich gut funktioniert.

Ich habe die Schubladen „trocken“ in der korrekten Position fest geklemmt und die Seitenteile temporär mit 2 Druckluftnägeln mit dem Boden fixiert.
Dadurch erhält man die perfekte Position – Das Übermaß des Bodens nimmt man nach dem verleimen einfach mit einem Bündigfräser ab.

Da wir uns gegen normale Griffe entschieden haben, habe ich eine Schablone für das Design erstellt, mit der ich den Griff in jede Schublade übernehmen konnte (Bündigfräser).

Danach folgt die Montage der Schubladen – hilfreich wenn man Spaltmaße gewählt hat deren Dicke dem von rumliegendem Restholz entspricht.

Danach „nur“ noch lackieren – das dauerte fast noch mal genau so lang wieder eigentliche Bau. Verwendet habe ich einen PU-Bootslack, damit alles Wasserfest und abwaschbar ist. Um die Menge der Teile etwas schneller lackiert zu bekommen, habe ich es zum ersten mal mit einer Lackierpistole probiert.

Insgesamt sind 3 Schichten aufgetragen mit einzelnen Schleifvorgängen dazischen. Auf dem letzten Bild sieht man, dass sich das Ergebnis durchaus sehen lassen kann.

Das fertige Ergebnis – Rollen und Wickelablage wurden erst vor Ort montiert.

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